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Sanela

Prinzen auf der Erbse will­kommen! Unsere Haus­dame Sanela

29. November 2019

Niemand kennt unsere Gäste und deren Wünsche so gut wie Sanela. Sie ist seit Anfang diesen Jahres als Housekeeperin mit an Bord und liest unseren Gästen jeden Wunsch von den Lippen ab – auch Prinzessinnen und Prinzen auf der Erbse. Im Interview plaudert sie mit uns aus dem Nähkästchen und erzählt uns, was sie täglich zu bestem Service motiviert.

Du bist seit Anfang 2019 unsere Housekeeperin – was hast du davor gemacht?

Ich war selbst sieben Jahre lang Zimmermädchen und zwei weitere Jahre Hausdame in zwei verschiedenen Wiener Hotels.

Jetzt bist du Vorgesetzte der Housekeeping Mitarbeitenden – wie groß ist dein Team?

Insgesamt arbeiten sieben Zimmermädchen, zwei Vertretungen und eine Reinigungskraft für alle öffentlichen Bereiche mit mir zusammen. Je nach Auslastung entscheide ich, wie hoch meine Belegung pro Tag sein muss – gar nicht so einfach, denn ich bin für über 5.000 m2 Fläche verantwortlich.

Inwiefern beeinflusst deine Erfahrung als Zimmermädchen deine jetzige Arbeit?

Ich achte auf jede Kleinigkeit und sehe fertig vorbereitete Zimmer nochmal mit einem ganz anderen Blick, dem Blick des Gastes. Denn der ist entscheidend, um sich sofort wohlzufühlen, wenn man ein Zimmer betritt.

Wie sieht ein typischer Arbeitstag für dich aus?

Mein Tag beginnt um 07:00 Uhr morgens. An der Rezeption hole ich mir jeden Tag die Liste mit den An- und Abreisen ab. Je nachdem erstelle ich dann die Dienst- und Reinigungspläne. Von der Rezeption erfahre ich auch, welchen Service die Gäste wünschen, d. h. wie oft gereinigt werden soll, ob mehr Handtücher oder Kissen gebraucht werden usw.

Apropos Kundenwünsche – was fragen Gäste am häufigsten an?

Mikrowelle, Bügeleisen und Bügelbrett. Sonderwünsche halten sich eher in Grenzen, manche Gäste fragen zum Beispiel nach einem Extrabett für Kinder oder Besuch. Tiere sind übrigens auch erlaubt, also kann man auch nach einem Hundebett oder Ähnlichem fragen. Unsere Gäste können ihre Wünsche an der Rezeption äußern, die mich dann direkt informiert.

Gibt es einen Wunsch, der dir besonders in Erinnerung geblieben ist?

Oh ja! Ein Gast wollte seine eigene Matratze mitnehmen, doch das war ihm nicht genug – er fragte noch nach drei weiteren. Ich hätte vermutlich eine kleine Leiter gebraucht, um das Bett zu erreichen (lacht). So einen Prinzen auf der Erbse sieht man nicht jeden Tag! Für Gäste, die länger bleiben, versuchen wir das Apartment im Rahmen unserer Möglichkeiten zu adaptieren.

Würdest du selbst lieber im Apartment statt im Hotel wohnen?

In Hotels fühle ich mich oft nicht wie zuhause. Ich kann nicht selber kochen, sondern muss auswärts essen gehen und extra zahlen. Im Apartment ist das anders. Das Kochen ist meiner Meinung nach ein großer Teil davon, sich weg von daheim trotzdem heimisch zu fühlen. Schnell zu Hofer oder Merkur gehen, ein paar Kleinigkeiten einkaufen und schon kann man sich selbst Gerichte zaubern. Wie in einer kleinen Wohnung eben!

Kochen viele Leute selber?

Ja, auf jeden Fall, wir sehen das an den Küchen, die geputzt werden müssen. Vor allem im Sommer, wenn viele Touristen übernachten, wird viel gekocht. Egal welcher Gast und aus welchem Kulturkreis – sei es ein einfaches Spiegelei oder ein aufwendiges asiatisches Gericht.

Welche Vorteile hat man als Gast noch, vor allem als Longstay?

Man kann sich persönliche Gegenstände mit ins Apartment nehmen und es dadurch noch wohnlicher und individueller gestalten. Viele der Zimmer haben außerdem eine eigene Waschmaschine, einen begehbaren Kleiderschrank und viel Stauraum.

Was macht dir in deinem Job am meisten Spaß?

Täglich treffe ich Menschen aus aller Welt, ich sehe und lerne immer wieder Neues. Klar gibt es stressige Tage, aber das ist wie in jedem anderen Beruf auch. Ich bin eine kommunikative Persönlichkeit und mein Hauptziel ist es, mein Team jeden Tag zu motivieren, egal wie anstrengend der Tag wird. Wichtig ist, dass ich als Supervisor für eine angenehme Arbeitsatmosphäre sorge, denn das schlägt sich auch auf die Qualität unserer Services nieder.

Was motiviert dich selbst jeden Tag?

Zufriedene Gäste bedeuten mir sehr viel. Meistens sind es schon kleine Gesten!
Einmal ist ein Gast verzweifelt mit einem schmutzigen Hemd auf mich zugekommen, das er nicht selbst reinigen konnte. Ich habe es kurzerhand versucht und es ist wieder sauber geworden. Wenn man sieht, wie einfach man Menschen glücklich machen kann, hat man selbst noch mehr Freude an der Sache.

Danke an Sanela für deine Zeit und das schöne Gespräch!

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Sanela Vojic, Housekeeperin bei PhilsPlace

 

 Bild oben: ©Rawpixel.com/Adobe Stock
Bild unten: ©PhilsPlace 

Kategorie: working

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